CHEMIEXTRA_LOGO_16

Offizielles Organ des Schweizerischen Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

Auszeichnung Schweizer Wissenschaftspreis

(09.09.2019) Nicola Spaldin, Professorin für Materialtheorie der ETH Zürich, wird mit dem Schweizer Wissenschaftspreis Marcel Benoist ausgezeichnet – für ihre bahnbrechende Forschung zu Multiferroika.


09.09.2019_cx_news1

Nicola Spaldin. Bild: Daniel Rihs


Sie legte damit die Grundlage für eine neue Technologie ultraschneller und energieeffizienter Datenspeicherung. Bundesrat Guy Parmelin hat Nicola Spaldin persönlich über die Auszeichnung informiert und wird den mit 250 000 Franken dotierten Preis am 7. November 2019 in Bern überreichen.


Multiferroika sind eine neuartige Klasse von Substanzen, die sowohl auf magnetische als auch auf elektrische Felder reagieren – eine Kombination, die normalerweise nicht vorkommt. Diese Eigenschaft macht Multiferroika zu vielversprechenden Materialien, die zum Beispiel das Silizium in zukünftigen Computerchips ersetzen könnten.


Die Erforschung von Multiferroika geht auf die Mitte des 20. Jahrhunderts zurück. Die Forschung entwickelte sich jedoch mangels geeigneter Materialien während beinahe 50 Jahren kaum weiter. Mittels theoretischer Analysen und Computersimulationen untersuchte Spaldin als junge Wissenschaftlerin, wieso Multiferroika so selten vorkommen und wie neue Materialien mit diesen Eigenschaften entwickelt werden können. Ihre Arbeiten belebten den Forschungszweig zu Multiferroika von neuem. Besonders beschäftigt hat sie sich mit Bismutferrit, einem Kristall aus Bismut, Eisen und Sauerstoff, der seine multiferroischen Eigenschaften auch bei Raumtemperatur behält.


Medienmitteilung SNF (gekürzt)


www.snf.ch

Zurück