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BASF im 2. Quartal mit leichtem Umsatzrückgang

(29.07.2019) Der Umsatz ging gegenüber dem 2. Quartal des Vorjahres um 4 % auf 15,2 Milliarden Euro zurück. Die Preise sanken um 2 %, vor allem aufgrund der Geschäfte mit Isocyanaten und Crackerprodukten.


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Die Verkaufsmengen fielen um 6 %. Ausser Nutrition & Care verzeichneten alle Segmente niedrigere Mengen. Am deutlichsten war der Rückgang in den Segmenten Chemicals und Agricultural Solutions. Gründe hierfür waren turnusmässige Wartungsabstellungen der Steamcracker in Antwerpen/Belgien und Port Arthur/Texas und im Segment.


Agricultural Solutions die schlechten Wetterverhältnisse in Nordamerika. Die Portfolio-Effekte beliefen sich auf plus 2 % dank der von Bayer akquirierten Saatgut- und nichtselektiven Herbizidgeschäfte. Währungseffekte betrugen plus 2 %.


Das Ebitda vor Sondereinflüssen ging um 27 % zurück auf 2 Milliarden Euro. Das Ebit vor Sondereinflüssen lag mit 1 Milliarde € um 47 % unter Vorjahr.


Die weltweiten Handelskonflikte, besonders zwischen den USA und China, wiegen aus Sicht des Unternehmens schwer. «Wir sind der gängigen Einschätzung gefolgt, dass es hier spätestens zur Jahresmitte zu einer Lösung kommt. Eine Entspannung scheint heute aber in weite Ferne gerückt», so Brudermüller. Die wesentlichen Zahlen hat das Unternehmen bereits am 8. Juli vorab veröffentlicht. Ihren Ausblick für 2019 vom Februar dieses Jahres hatte BASF an bestimmte makroökonomische und geopolitische Annahmen geknüpft. «Viele davon traten leider nicht ein, deshalb haben wir unsere Prognose zurücknehmen müssen», so Brudermüller. Der angepasste Ausblick ändere aber nichts an der progressiven Dividendenpolitik: «Wir wollen unsere Dividende pro Aktie jedes Jahr erhöhen.»


Rückblickend lag das Wachstum der BASF-Kundenindustrien im 1. Halbjahr deutlich unter den Erwartungen. Das Wachstum der Industrieproduktion verlangsamte sich weltweit deutlich. Zum Beispiel in der Automobilproduktion: Bei einer ursprünglichen Gesamtprognose für 2019 von plus 0,8 % sank sie im 1. Halbjahr weltweit um 6 %. In China betrug der Rückgang sogar minus 13 %. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Chemieproduktion im BASF-Heimatmarkt Europa um 0,5 % zurückgegangen. Besonders ausgeprägt war dies mit minus 3,5 % in Deutschland.


Die Zahlen des 2. Quartals erläuterte Dr. Hans-Ulrich Engel, Finanzvorstand der BASF SE. Wie im gesamten 1. Halbjahr wurde das Ergebnis im 2. Quartal 2019 deutlich von niedrigeren Mengen und Margen in den Segmenten Chemicals und Materials belastet. «Insgesamt stehen die beiden Segmente für 83 % des gesamten Ergebnisrückgangs im 2. Quartal 2019», so Engel.


Medienmitteilung BASF (gekürzt)


www.basf.com


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