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Offizielles Organ des Schweizerischen Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

Bayer Geschäftsjahr 2018

(27.02.2019) Bayer mit Umsatz- und Ergebnisplus – Agrargeschäft nach Akquisition führend.


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Bayer hat im Jahr 2018 die grösste Übernahme der Unternehmensgeschichte erfolgreich abgeschlossen und seine operativen Ziele erreicht. „Wir haben die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Werner Baumann am Mittwoch auf der Bilanz-Pressekonferenz in Leverkusen. Umsatz und Ergebnis des Konzerns legten im vergangenen Jahr zu. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte (wpb.) steigerten die Divisionen Crop Science und Pharmaceuticals ihren Umsatz, während Consumer Health auf Vorjahresniveau lag. Den Ausblick für 2019 bestätigte Bayer ebenso wie die Ziele für 2022.


„Wir haben uns in den vergangenen Jahren konsequent zu einem fokussierten Life-Science-Unternehmen entwickelt, klar ausgerichtet auf die Megatrends in Gesundheit und Ernährung und vereint unter der starken Dachmarke Bayer“, sagte Baumann. „Durch die Akquisition im Agrarbereich sind wir zur Nummer eins in diesem Markt aufgestiegen. Die Integration der beiden Unternehmen ist hervorragend gestartet.“


Ein weiterer wichtiger Schritt im vergangenen Jahr war die Ende November kommunizierte Entscheidung, das Unternehmen mit einer Reihe von Portfolio- sowie Effizienz- und Strukturmassnahmen zu stärken. „Dadurch werden wir fokussierter, schlagkräftiger, agiler und wettbewerbsfähiger“, sagte Baumann. Zu den Portfoliomassnahmen gehört insbesondere die beschlossene Trennung von der Geschäftseinheit Animal Health sowie von den Consumer-Health-Marken Coppertone und Dr. Scholl’s. Zudem ist der Verkauf des 60-prozentigen Anteils am deutschen Standortdienstleister Currenta geplant.


„Auch für 2018 können wir trotz eines herausfordernden Markt- und Währungsumfeldes erneut ein weiteres Wachstum von Umsatz und Ergebnis verzeichnen“, sagte der Vorstandsvorsitzende. So erhöhte sich der Konzernumsatz wpb. um 4,5 (nominal 13,1) Prozent auf 39,586 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 2,8 Prozent auf 9,547 Milliarden Euro, obwohl negative Währungseffekte allein das bisherige Bayer-Geschäft mit 457 Millionen Euro belasteten. Das EBIT reduzierte sich um 33,7 Prozent auf 3,914 Milliarden Euro. Darin enthalten waren Sonderaufwendungen in Höhe von 2,566 (Vorjahr: 1,227) Milliarden Euro. Der Grossteil davon entfiel auf Wertminderungen (rund 3,3 Milliarden Euro) oder stand in Verbindung mit dem akquirierten Geschäft (rund 2,0 Milliarden Euro). Dem stand ein einmaliger Sonderertrag von rund 4,1 Milliarden Euro aus Veräusserungsgewinnen gegenüber.


Das Konzernergebnis verringerte sich um 76,9 Prozent auf 1,695 Milliarden Euro, unter anderem weil im Vorjahr ein Ertrag in Zusammenhang mit der Entkonsolidierung von Covestro enthalten war. Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortzuführendem Geschäft übertraf mit 5,94 Euro (minus 10,5 Prozent) die Erwartung. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr war portfolio- und finanzierungsbedingt – den Finanzierungskosten für den Erwerb von Monsanto stand ein saisonal bedingt geringerer Ergebnisbeitrag des erworbenen Geschäfts gegenüber. Zudem hat sich die Zahl der Bayer-Aktien durch Eigenkapitalmassnahmen im 2. Quartal 2018 deutlich erhöht.


Der Free Cash Flow stieg um 17,4 Prozent auf 4,652 Milliarden Euro. Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich zum 31. Dezember im Vergleich zum Vorjahr um rund 32 Milliarden Euro auf 35,679 Milliarden Euro. „Nach dem Anstieg aufgrund der Akquisition von Monsanto konnten wir die Verschuldung erfreulicherweise bereits stärker reduzieren als erwartet“, sagte Finanzvorstand Wolfgang Nickl.


Medienmitteilung Bayer (stark gekürzt)


Mehr Informationen finden Sie unter www.bayer.de

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