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Cleanzone Awards 2020

(14.09.2020) Der Cleanzone Award hebt Projekte heraus, die für die Reinraumindustrie genauso wie für ihre Nutzer entscheidende Vorteile bieten. Eine sechsköpfige Jury hat sieben Arbeiten nominiert. Die finale Entscheidung jedoch liegt bei den Besuchern der Cleanzone am 18. und 19. November 2020.


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Am 3. September kam die Jury des Cleanzone Awards 2020 zu ihrem virtuellen Treffen zusammen. Die Spezialisten aus Hochschule, Ingenieurwesen, Journalismus und Reinraumtechnologie bewerteten zwölf Einreichungen. Die Jury – das sind Egon Buchta, Geschäftsführer des Ingenieurbüro & Reinraumservice Egon Buchta GmbH; Dr. Roy Fox, Chefredakteur der Fachzeitschrift «ReinRaumTechnik»; Josef Ortner, Inhaber der Ortner Reinraumtechnik GmbH; Prof. Andreas Schmid, Dekan der Fakultät Life Sciences an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, und Anja Diete, Leiterin der Cleanzone.


Alle Bewerberprojekte gingen mit reichlich Potenzial an den Start. So viel, dass die Selektion für die Jury eine echte Herausforderung darstellte. Nach einigem Ringen und dutzenden von Pro- und Contra-Argumenten nominierte die Jury sieben Bewerber in einem offenen Verfahren. Die finale Entscheidung jedoch liegt bei den Besuchern der Cleanzone.


Die internationale Fachmesse für Reinraumtechnologie findet am 18. und 19. November 2020 statt. Auch, um die physische Begegnung und die daraus resultierenden Vorteile bald wieder möglich zu machen, arbeiten Fachmesse und Branche mit High-Tech an der Vermeidung von Keimen, Erregern und Partikeln.


So ist die Beckman Coulter GmbH nominiert mit dem MET one 3400+. Der Luftpartikelzähler automatisiert die routinemäßige Umgebungsüberwachung für GMP-Reinräume. «Der teilweise automatisierte Import von verschiedenen Daten sowie die moderne Visualisierungstechnik – direkt an den Messgeräten – verbessern die Messprozesse und erhöhen die Prozesssicherheit wesentlich“, analysiert Josef Ortner, Inhaber der Ortner Reinraumtechnik GmbH.»


Favorit der Jury ist außerdem das Lüfter-Filter-Modul der Colandis GmbH. Durch seine kompakte Bauweise ist es flexibel anwendbar und leistet mit geringem Energieverbrauch einen nachhaltigen Beitrag. «Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in Standarddecken sind ein Vorteil – sowohl in Neuinstallationen wie auch als Upgrade», betont Egon Buchta, Geschäftsführer der Ingenieurbüro & Reinraumservice Egon Buchta GmbH.


Im Umfeld der notwendigen Einmalverwendung sind auch die ReFIBE Tücher von Contec gut angekommen. Sie bestehen aus 100 Prozent recyceltem Webpolyester. «Mit recycelten PET-Flaschen den Reinraum zu reinigen, ist für mich ein innovativer Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit bei Einwegverbrauchsgütern», unterstreicht Prof. Andreas Schmid.


Buchstäblich «playful» ist die Idee der Initial Textil Service GmbH & Co KG. Das Brettspiel des zur CWS-Gruppe gehörenden Unternehmens vermittelt spielend Reinraumwissen – mit 600 Fragen in sechs Kategorien. «Es ist eine spielerische Kontrolle des Gelernten beziehungsweise von Grundwissen. Hier wurde <Out of the box> gedacht und das Ergebnis in die Box gepackt», freute sich Dr. Roy Fox, Chefredakteur der Zeitschrift «ReinRaumTechnik».


Anklang fand bei der Jury zudem die Haubenbrille von Dastex Reinraumzubehör. Mit zwei «Klicks» und dem Ziehen an zwei Bändern sitzt die Schutzbrille fest und gleichzeitig wird der Umfang der Haube entsprechend justiert. «Die innovative Hauben-Brillen-Kombination wird das fehler- und kontaminationsfreie Aufsetzen der Brille enorm vereinfachen», hebt Prof. Andreas Schmid, Dekan der Fakultät Life Sciences an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, hervor.


Fraunhofer IPA hatte 2ndSCIN® eingereicht. Dabei handelt es sich um einen reinraumgeeigneten, atmenden Textilschutz. Er kann individuell an die Erfordernisse dynamisch automatisierter Komponenten angepasst werden. Für die Jury waren diese Eigenschaften überzeugend. «Eine hochintelligente bionische Schutzhülle, die sensorische Daten aufnimmt und mit Hilfe künstlicher Intelligenz nutzbar macht», konnotiert Anja Diete, Leiterin der Cleanzone.


Ebenfalls wurde die innovative Beschichtung textiler Flächengebilde mit speziellen Farbstoffen nominiert. Das Projekt des Textilforschungsinstitut Thürigen-Voigtland e.V. und der Firma Ortner rüstet demnach Textilien mit einer nur 100 Nanometer dicken Schutzschicht gegen etwa Cyanobakterien oder Schimmelpilze aus. Ein hervorragendes Beispiel für moderne, interdisziplinäre Zusammenarbeit. Innovativ, kreativ, am Puls der Wissenschaft und der Zeit! Oberflächenfunktionalisierung des 21. Jahrhunderts!», kommentiert Dr. Roy Fox.


Pressemeldung von Cleanzone


www.cleanzone.messefrankfurt.com

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