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Offizielles Organ des Schweizerischen Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

Die Solarenergie-Industrie muss umweltfreundlicher werden

(12.03.2020) In einem EU-Forschungsprojekt entwickelt die Berner Fachhochschule (BFH) seit 2018 Geschäftsmodelle für eine rentable Kreislaufwirtschaft in der Solarbranche.


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Die Berner Fachhochschule forscht seit zwei Jahren an einer umweltfreundlicheren Solarenergie. Bild: Adobe Stock



Photovoltaik-Anlagen (PV) boomen. Doch die ausgedienten Photovoltaik-Module landen in den meisten Fällen im Kehricht. Dies ist eine Belastung für die Umwelt, eine Verschwendung von Ressourcen und für die Solarbranche ein Imageschaden sowie ein wirtschaftliches Problem. Im Rahmen des Projekts Circusol sucht das BFH-Zentrum Energiespeicherung seit 2018 zusammen mit Partnern aus ganz Europa nach Lösungen, wie die Solarenergie-Branche ihre ökologische und ökonomische Bilanz optimieren kann. Im Mittelpunkt stehen dabei Geschäftsmodelle der Kreislaufwirtschaft.


Das Projekt setzt einerseits auf die Wiederverwendung alter PV-Module und andererseits auf die Wiederherstellung von defekten Batterien der Elektrofahrzeuge. Voraussetzung für die Wiederverwendung der alten PV-Module ist die Vereinfachung von deren Bauweise, damit sie zukünftig einfacher zu reparieren oder rezyklieren sind. Bei defekten Batterien von Elektrofahrzeugen kann die Solarbranche von der noch vorhandenen Speicherkapazität von 20 bis 30 Prozent profitieren. So viel Kapazität weisen ausgediente Batterien meist noch bei ihrer Entsorgung auf. In der Solarenergie-Branche können die Energieträger beispielsweise als stationäre Energiespeicher in Wohnhäusern ein zweites Leben erhalten.


Medienmitteilung BFH (gekürzt)


www.bfh.ch


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