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Offizielles Organ des Schweizerischen Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

Ein Forschungsprojekt mit Partnern im Ausland umsetzen?

(04.01.2021) Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat zusammen mit Partnerorganisationen in Europa ein neues, einheitliches Abkommen auf die Beine gestellt.


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3-D-modellierte Darstellung Europas in der Nacht. Mit Partnerorganisationen aus acht europäischen Staaten hat die SNF das neue Abkommen ins Leben gerufen. Bild: Adpic



Mit verschiedenen ausländischen Förderagenturen bestehen bereits bilaterale Lead-Agency-Abkommen. Das bedeutet: Für ein Projekt mit internationalen Partnern ist jeweils nur eine Agentur federführend, entweder der SNF oder sein Pendant im Ausland. Ein einziges Gesuch bei der federführenden Agentur reicht. Dies reduziert den Aufwand beträchtlich.


Einheitliche Rahmenbedingungen
Nun gehen der SNF und andere Förderagenturen einen Schritt weiter: Das multilaterale Abkommen Weave ermöglicht gemeinsame Projekte mit allen beteiligten Ländern zu den gleichen Rahmenbedingungen. Neu dürfen die Forschenden den Einreicheort frei wählen. Und die Gesuche können sie entweder zu den SNF-Terminen vom 1. April und 1. Oktober oder zu den jeweiligen Terminen der anderen Agentur einreichen. Zudem sind jetzt auch trilaterale Projekte möglich. Für eine Gleichbehandlung in der Evaluation streben die Weave-Förderagenturen eine einheitliche Erfolgsquote von 20 Prozent an.


Wie das Lead-Agency-Abkommen ist das neue Weave-Abkommen Teil des Instruments Projektförderung des SNF. Es steht daher kein zusätzliches Budget zur Verfügung und es gelten die gleichen Bedingungen wie für die Projektförderung. So können Forschende nur dann ein Gesuch einreichen, wenn dieses keine thematischen Überlappungen mit einem beim SNF eingereichten Gesuch oder einem laufenden Projekt aufweist.


Vorerst überführt der SNF die bestehenden Lead-Agency-Abkommen mit Belgien (Flandern und Wallonien), Deutschland, Kroatien, Luxemburg, Österreich, Polen, Slowenien und Tschechien ins Weave-Abkommen. Während der nächsten Jahre werden Norwegen und Schweden ebenfalls zu Weave-Partnern. Die bestehenden bilateralen Lead-Agency-Abkommen mit Frankreich, Sao Paulo, Südafrika und Südtirol laufen im bisherigen Rahmen weiter.


Medienmitteilung SNF


www.snf.ch


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