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Ende der Maskerade

(05.11.2018) Forscher der Empa und der EPFL entwickeln derzeit einen neuartigen Mundschutz, der freie Sicht auf die Mimik des Gegenübers ermöglicht.


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Ein Mundschutz verdeckt einen Grossteil des Gesichts. Damit das medizinische Personal mit den Patienten trotz Maske kommunizieren kann, entwickeln Forscher der Empa und der EPFL nun eine neuartige Maske. Bild: istock



Wer zu einer Behandlung ins Spital muss, ist ohnehin nicht bester Stimmung. Beunruhigender noch ist die Situation für kleine Kinder oder Betagte, die, überfordert von Schmerzen und medizinischen Prozeduren, gesund werden sollen. Denn wie soll eine «Maskierte» einem Kleinkind eine tröstende Geschichte vorlesen? Und wie soll ein geschwächter Patient begreifen, was die vermummte Gestalt mit der Spritze will? Einfacher liesse sich der Umgang mit Patienten gestalten, wenn Lippen und Mimik des Gesichts trotz Mundschutz zu sehen wären. Aus diesem Grund entwickeln Forscher der Empa in St. Gallen und des EssentialTech-Programms der EPFL derzeit die «Hello Mask», in die eine transparente Filterfolie integriert ist.


Empa-Forscher haben feine Membranen mit einer Porengrösse von etwa 100 Nanometern mittels Elektrospinning hergestellt. Damit aber auch die durchsichtige Folie Krankheitserreger aus der Atemluft der Träger filtert, darf sie lediglich winzige Poren enthalten.


«Wir können derartige feine Membranen mit einer Porengrösse von etwa 100 Nanometern mittels so genanntem Elektrospinnen herstellen», erklärt Fortunato. Die Herausforderung bei der Produktion einer solchen Maske ist allerdings, dass genügend Luft durch das engmaschige Material der Maske strömen kann. Momentan analysieren die Materialforscher, mit welchen Arten von Polymerfasern sich eine Folie mit maximaler Atmungsaktivität erzeugen lässt.


Medienmitteilung Empa


www.empa.ch



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