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Offizielles Organ des Schweizerischen Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

Es muss nicht immer Kunststoff sein

(18.05.2020) Plastiksäcke soll es möglichst nicht mehr geben, überhaupt weniger Kunststoff. Die Politik stützt sich dabei auf die Ergebnisse von Wissenschaftlern, und die gehen jetzt im eigenen Labor mit gutem Beispiel voran.


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Kunststoff ist enorm praktisch – zum Beispiel in Form von Sterilkonnektoren aus Polyethersulfon oder Bisphenol-A zur sterilen Verbindung von zwei Flüssigkeitswegen. Nach Kunststoff-Alternativen muss man die Augen sehr weit offenhalten. Bild: Pall



Dabei sind Produkte aus Kunststoff so praktisch! Zum Beispiel Einmalhandschuhe, typische Verbrauchsmaterialien, wie Pipettenspitzen oder Single-use-Bioreaktoren: Aus Gründen des Arbeitsschutzes fallen einem oft gar keine Alternativen ein, zum Beispiel bei Kontamination mit radioaktiven oder toxischen Substanzen. Auch aus Kostengesichtspunkten fällt es schwer, für Laborgefässe von weniger als einem Liter Fassungsvermögen Reinigungszeit einzuplanen oder sich für Transportgefässe aus Edelstahl zu entscheiden. Diese schlagen sich mit ihrem höheren Gewicht unmittelbar auf den Preis nieder.


Dennoch gibt es Spielraum: Pipettenspitzen-Racks können nach dem Waschen und Sterilisieren wiederverwendet werden. Für Bakterien- und Gewebekulturen kann autoklavierbares Glas eine sinnvolle Alternative darstellen.


Ein Tipp für Experimente mit Nukleinsäuren: Sogar Spuren der gefürchteten wärmeresistenten Nukleasen lassen sich von Glasoberflächen entfernen! Auch hier muss es also nicht immer Kunststoff sein.


Medienmitteilung Ilmac Lausanne


www.ilmac.ch/Ilmaclausanne


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