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Offizielles Organ des Schweizerischen Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

Historische Stätte der Chemie

(09.10.2019) Jede Wissenschaft hat ihre eigene Geschichte. Das kulturelle Erbe der Chemie wird von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) seit 1999 ins Bewusstsein der Öffentlichkeit getragen.


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Das Alte Chemische Laboratorium. Bild: Universität Göttingen/Christoph Mischke



Die GDCh nimmt das Alte Chemische Laboratorium der Universität Göttingen in ihr Programm «Historische Stätten der Chemie» auf. Mit dem Programm erinnert die GDCh an Wirkungsstätten bedeutender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und will die Erinnerung an das kulturelle Erbe der Chemie wachhalten. Die Anbringung der zugehörigen Erinnerungstafel findet im Rahmen einer Festveranstaltung am 17. und 18. Oktober 2019 statt, die historische wie moderne Aspekte der chemischen Forschung in Göttingen beleuchtet. Am 17. Oktober wird zudem Professor Dr. Christoph Meinel, Universität Regensburg, mit der Carl-Duisberg-Plakette der GDCh ausgezeichnet.


Mit dem Alten Chemischen Laboratorium wird erstmals ein Gebäude in das Programm aufgenommen, das nicht nur mit den Leistungen eines bestimmten Forschers, sondern gleich mit mehreren Generationen herausragender Wissenschaftler verknüpft ist. Errichtet wurde das Gebäude in der Hospitalstrasse 1783 als chemisches Laboratorium. Im Laufe der Zeit hatte das Laboratorium zunächst die Funktion, die Bergwerkswissenschaften zu fördern und Raum für Versuche und Vorführungen zu bieten. Kurz darauf wurde es als erstes Gebäude von einer deutschen Universität genutzt, um die analytische Chemie in einem Praktikum zu vermitteln. Schon bald galt das Laboratorium als Ausbildungsstätte von Weltrang. Später wurde das Gebäude nur noch bedingt für die chemische Forschung und Lehre genutzt, diente aber bis ins 20. Jahrhundert als Wohnhaus der Institutsdirektoren und bildete damit den symbolischen Mittelpunkt des Göttinger «Chemie-Quartiers». Die Namen zahlreicher bekannter Chemiker wie Johann Friedrich Gmelin (1775–1804), Friedrich Stromeyer 1776–1835), Friedrich Wöhler (1800–1882), Hans Hübner (1837–1884), Victor Meyer (1848–1897) und Otto Wallach (1847–1931) sind mit dem Gebäude verbunden.


Medienmitteilung GDCh (gekürzt)


www.gdch.de



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