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Offizielles Organ des Schweizerischen Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

Krebserkrankungen in der Schweiz

(04.02.2020) Zum Weltkrebstag einige Fakten zum Thema Krebs.


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Bei Männern sind die häufigsten Krebsneuerkrankungen Prostata-, Lunge- und Dickdarmkrebs. Bild: Adobestock


Die häufigste Krebsart bei Männern in der Schweiz ist Prostatakrebs. Rund 6200 Personen erkrankten von 2008 bis 2012 an dieser Krebsvariante. Bei Frauen ist es Brustkrebs. Hiervon waren rund 5700 im selben Zeitraum betroffen.


Insgesamt erhielten während dieser vier Jahre 21 000 Männer und 17 700 Frauen die Diagnose Krebs. Die Sterblichkeit habe abgenommen und die Anzahl Neuerkrankungen zugenommen, hält das Bundesamt für Gesundheit (BAG) fest. Hauptgrund für die Zunahme der Krebsfälle sei die steigende Anzahl älterer Menschen. Denn mit steigendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung.


Zählt man alle Todesfälle in der Schweiz zusammen, dann macht Krebs bei Frauen rund 23 Prozent und bei Männern 30 Prozent aus. Lungenkrebs führt die Ranglinste (22 %) bei Männern, gefolgt von Prostatakrebs (15 %) und Dickdarmkrebs (10 %). Bei Frauen sieht es etwas anders aus. Hier verursachen Brustkrebs (19 %), Lungenkrebs (15 %) und Dickdarmkrebs (10 %) den Grossteil der Todesfälle.


Die Datenlage ist allerdings nicht vollständig und bildet nur 62 Prozent der Schweizer Bevölkerung ab. Mit Eintreten des neuen Krebsregistrierungsgesetzes solle die Erfassung flächendeckend in allen Schweizer Kantonen erfolgen, so das BAG.


Seit Januar dieses Jahres werden alle Krebserkrankungen in der Schweiz erfasst (Krebsregistrierungsgesetz). Jeder Kanton muss ein Krebsregister führen. Die Daten werden jährlich vom Bundesamt für Statistik (BfS) ausgewertet und alle fünf Jahre wird ein Bericht erfasst. Patientinnen und Patienten können aber laut geltendem Recht die Registrierung ihrer Daten verweigern.


Quelle: BfS und BAG

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