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Offizielles Organ des Schweizerischen Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

Luzern – die heimliche Hauptstadt des Wasserstoffs

(04.07.2019) Immer Anfang Juli findet hier das European Fuel Cell Forum (EFCF) statt. Dieses Jahr dauert der Anlass vom 2. Juli bis morgen, 5. Juli.


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Bild: Shutterstock


Die thematischen Schwerpunkte der wissenschaftlichen Konferenz sind: Wasserstoff als erneuerbarer Energieträger, Elektrolyse für dessen Produktion sowie Brennstoffzellen für saubere Mobilität und frei verfügbaren Strom. Doch etwas ist anders. Die Konferenzserie ist stets leicht gewachsen, aber dieses Jahr nehmen 50 % mehr Experten teil, mit der Frage: Wie und wieviel kann der saubere Energieträger Wasserstoff zur Lösung des Klimawandels beitragen?


Seit 25 Jahren zieht Luzern mit dem EFCF die weltweit wichtigsten und besten Forscherinnen und Forscher im Bereich Wasserstoff, Brennstoffzelle und Elektrolyse an. 350 Experten aus über 30 Ländern diskutieren am European Feul Cell Forum, wie eine effiziente Wasserstoffwirtschaft aussehen kann. Bis vor kurzem stand hauptsächlich der Antrieb von Autos mit Brennstoffzellen im Vordergrund. Heute rücken nebst Tankstellen und Fahrrädern auch der Schwerlastbereich in den Fokus: Busse, Lastwagen und Züge können von dieser sauberen und CO2-freien Antriebsart profitieren. Mit Betankungszeiten von einigen Minuten sind die Fahrzeuge stets produktiv. Und der Wasserstoff kann aus Elektrolyse umweltfreundlich gewonnen werden, genau dann, wenn genügend oder gar zu viel erneuerbarer Strom zur Verfügung steht, also vor allem im Sommer und über die Mittagszeit. Wasserstoff lässt sich in verschiedenen Formen speichern, so zum Beispiel auch im Gasnetz oder in Drucktanks, und steht zur Verfügung, wann immer er gebraucht wird.


Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Hubert Gasteiger und Prof. Aliaksandr Bandarenka von der Technischen Universität München werden die dringendsten technischen Aspekte und Verbesserungsvorschläge diskutiert. Die grössten Autobauer tauschen sich aus über Antriebssysteme, Elektrolysefirmen und Netzleute über die effiziente erneuerbare Herstellung von Wasserstoff und neue Geschäftsmodelle, mit Power 2 Gas, Brennstoffzellenhersteller und Materialspezialisten über mannigfache Kostenreduktionsmöglichkeiten, und die Nutzung von günstigen umweltverträglichen Stoffen sowie die Reduktion von Platinkatalysatoren. Mehr als 180 Vorträge und 80 Poster werden in der wissenschaftlichen und technischen Gemeinschaft intensiv diskutiert. Am Freitag schliesslich wird der Christian Friedrich Schönbein Award verliehen für ausserordentliche Arbeiten im Bereich der Brennstoffzelle. Während an der Konferenz allein schon 350 Personen teilnehmen, ist das Total inklusive den Zusatzveranstaltungen bei über 400 Personen. Für das allgemeine Publikum gibt es den Green Salon, ein öffentlich zugänglicher Bereich im Ausstellungsbereich. Dort sind zwei Wasserstofffahrräder, eine Wasserstofftankstelle und ein Wasserstoffauto zu sehen.


Medienmitteilung EFCF


www.efcf.com

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