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Neue Radarmesstechnik macht Ultraschalltechnologie ganz überflüssig

(04.11.2019) Das Unternehmen Vega präsentierte auf der Pressekonferenz in Schiltach (D) vom 30. Oktober 2019 seine neuen Produkte, die 2020 auf den Markt kommen sollen. So werde die Radarmesstechnik zur Füllstandmessung die Ultraschall-Messgeräte in wenigen Jahren gänzlich ersetzen, ist die Firma überzeugt.


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Die Produktmanager Jürgen Skowaisa (links) und Ralf Höll zeigten live anhand zweier Modelle die technischen Vorteile der Radarmesstechnik gegenüber der Variante mit Ultraschall. Bild: Roger Bieri



Die Radartechnologie ist weiterhin auf dem Vormarsch. Technisch gesehen, verfügt diese physikalische Messmethode gegenüber der Ultraschalltechnologie nur Vorteile. Die Messwerte können nämlich weder durch Temperatureinflüsse noch durch Druckschwankungen beeinflusst werden. Wirtschaftlich gesehen, war aber bis anhin die Ultraschalltechnologie zur Füllstandbestimmung je nach Anforderung die richtige Wahl.


Ab Januar 2020 kommt nun die neue Radar-Geräteserie von Vega auf den Markt. Diese sind im gleichen Preissegment wie die Ultraschall-Messgeräte anzusiedeln und versprechen die bewährten technischen Vorteile der Radarmesstechnik. Sie sind besonders kompakt gebaut und verfügen über einen neuen Radar-Mikrochip. Vor allem in der Wasser- und Abwasserindustrie oder in gewissen Bereichen der Prozessautomatisierung können sie eingesetzt werden, wo sie die Ultraschall-Messgeräte vollständig ersetzen.


Ebenfalls ab nächstes Jahr wagt das Unternehmen einen Schritt in neue Bereiche: Es baut neu Drucksensoren (Vegabar) und Grenzschalter (Vegapoint) für typische Anwendungen im Pharma- und Lebensmittelbereich. Hervorzuheben sind die besonderen Gehäuse der neuen Gerätereihe. Sie sind mit einem gut sichtbaren Leuchtring ausgestatten, der je nach Farbe den Schaltzustand anzeigt. Neben den Standardfarben kann der Kunde auch zwischen 256 Farben selbst wählen, welche Farbe, welchem Zustand entspricht.


Es gibt heutzutage kaum eine Firma oder Institution, die sich nicht mit dem Schlagwort der «Digitalisierung» auseinandersetzt. Vega ist hier keine Ausnahme. Als Produkthighlight präsentierte das Unternehmen eine Sonde zur Füllstandmessung, die lediglich mit einer langlebigen Batterie (schätzungsweise eine Lebensdauer von zehn Jahren) betrieben wird. Die Radarsonde wird mit einem Klebstoff an einem beliebigen Behälter befestigt und übermittelt ihre Messdaten (samt Batterielaufzeit) an die Cloud. Gerade in der Logistik ist eine kabellose Stromversorgung eine attraktive Lösung. Aber auch im Privathaushalt z. B. für die Regentonne könnte eine solch einfache Lösung der Radarmesstechnik zielführend sein. Das Produkt soll Mitte 2020 im Handel erhältlich sein.


Die News basiert auf Informationen, die anlässlich der Pressekonferenz vermittelt worden sind, sowie auf verschiedenen Unterlagen des Unternehmens.


www.vega.com

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