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Offizielles Organ des Schweizerischen Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

Schweizer KMU leiden unter Verunsicherung der Kunden

(24.03.2020) In einer Umfrage fasst das Unternehmen Visable die Massnahmen von Schweizer Firmen aufgrund der gegenwärtigen Situation zusammen. Die Zahlen liefern eine erste Einschätzung.


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Zusammenfassung der Umfrage: 208 Schweizer KMU wurden in der Woche vom 12. Bis 15. März befragt. Die Zahlen liefern lediglich eine erste Einschätzung. Bild: Visable



Die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus treffen die Schweizer KMU an breiter Front. Gemäss einer Blitzumfrage von Visable rechnen knapp zwei Drittel der KMU (57,7 %) mit kleinen Umsatzeinbussen und gar ein Viertel (25,48 %) mit enormen Einbussen. Jedes fünfte Unternehmen stellt bereits auf Kurzarbeit um. Visable hat in der Woche vom 12. bis 19. März in einer Umfrage 208 Schweizer KMU zu den Folgen der Corona-Pandemie online befragt.


Auf die Gründe der Umsatzeinbussen angesprochen, zeigt sich, dass das Hauptproblem die starke Verunsicherung der Kunden ist. Denn dieser Umstand wurde von 71 Prozent der Befragten angegeben. Eine Herausforderung stellen aber auch vermehre Krankheitsfälle im Betrieb dar (10,6 %).


Die Schweizer KMU spüren bereits mehrere konkrete Folgen der Corona-Pandemie. Über die Hälfte (53,4 %) gaben in der Visable-Umfrage an, dass es seitens der Kunden weniger Nachfrage gibt und die Aufträge zurückgehen. Fast ein Viertel (24,5 %) beklagt sich über Lieferengpässe bei der Beschaffung. Die Unternehmen sind aber auch betroffen, weil Mitarbeiter krank sind (16,8 %) oder sich in Quarantäne befinden (9,6 %). Weniger ins Gewicht fallen Umsatzprobleme wegen der Abhängigkeit vom chinesischen Markt (7,7 %).


Kurzarbeit und Stellenstopp als Sofortmassnahmen
Bei den Massnahmen, die die KMU ergreifen, gibt es zwei eindeutige Stossrichtungen, die beide etwa gleich stark zum Zug kommen. So steigt bereits etwa jedes fünfte Unternehmen auf Kurzarbeit um (20,7 %) oder stoppt bei der Anstellung neuer Mitarbeitenden (18,8 %). Lediglich 4,3 Prozent der KMU reagieren jetzt schon mit Entlassungen.


Breite Vorkehrungen zum Schutz der Mitarbeitenden
Die Schweizer Firmen unternehmen viel zum Schutz der Mitarbeitenden. Die hauptsächliche Massnahme ist das Bereitstellen von Desinfektionsmittel. Zwei Drittel (62 %) der Befragten haben diese Massnahme ergriffen. 43,8 Prozent der Unternehmen haben Homeoffice angeordnet. Und 40,4 Prozent verzichten in der aktuellen Situation auf Geschäftsreisen. Über ein Viertel der Unternehmen hält Video-Konferenzen ab (26,4 %). Fiebermess-Kontrollen gibt es in kaum einem Unternehmen (1,9 %).


Medienmitteilung Visable (gekürzt)


www.visable.com



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