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Offizielles Organ des Schweizerischen Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

Vision «Pharmastandort Schweiz 2030»

(21.01.2020) Der Verband der forschenden pharmazeutischen Firmen der Schweiz (Interpharma) hat einen Bericht zur Förderung der Pharmaindustrie in der Schweiz verfasst.


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Die Pharmabranche trägt in einem hohen Masse zu Lebensqualität und Wohlstand der Schweizer Bevölkerung bei. Gleichzeitig bietet die Schweiz innovativen Pharmaunternehmen traditionell attraktive Rahmenbedingungen. Zudem lag der gesamte Wertschöpfungsbeitrag durch die Produktions- und Forschungstätigkeit der Pharmaindustrie 2018 bei rund 62 Milliarden Franken – dies entspricht insgesamt 9,3 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung der Schweiz.


Auch im Jahr 2030 soll die Schweiz einer der führende Pharmastandorte sein und von hochwertigen, nachhaltig finanzierbaren medizinischen Innovationen sowie dem Beitrag der Pharmaindustrie zu Wohlstand und Lebensqualität profitieren. Im aktuellen Strategiebericht skizziert Interpharma eine Vision und die zu deren Erreichung notwendigen Massnahmen. «Pharmabranche, Politik und Behörden sind gefragt, gemeinsam, zum Wohle der Patienten und der Volkswirtschaft den Pharmastandort Schweiz zu stärken», sagt René Buholzer, Geschäftsführer von Interpharma.


Damit neue Arzneimittel prioritär und mit beschleunigten Verfahren zugelassen werden, muss sich Swissmedic im internationalen Kontext als eigenständige und kompetente Behörde für Innovationen behaupten. In Zukunft sollen Patienten ab dem Tag der Marktzulassung durch Swissmedic Zugang zu innovativen Arzneimitteln erhalten. Eine flexibilisierte Preis- und Tariffestsetzung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) schafft Anreize zur Verbesserung der Effizienz im Gesundheitswesen und stellt die nachhaltige Finanzierung innovativer Therapien sicher.


Forschung und Entwicklung sind für ein rohstoffarmes Land wie die Schweiz essenziell. Der Forschungsplatz lebt von einem wirksamen und zeitgemässen Schutz des geistigen Eigentums sowie von Rahmenbedingungen, die Forschung und Entwicklung am Standort Schweiz fördern. «Digitalisierung und der technologische Fortschritt ermöglichen neue Forschungsansätze», erklärt Matthias Leuenberger, Länderpräsident Schweiz bei Novartis und Board-Mitglied der Interpharma. «Diese schaffen ein grosses Potenzial für den medizinischen Fortschritt und Patientennutzen. Um sie realisieren zu können, braucht es gemeinsame Anstrengungen aller Anspruchsgruppen.»


Die Digitalisierung wird die Entwicklung und Anwendung von Arzneimitteln fundamental verändern. Für den Standort Schweiz ist entscheidend, ein weltweit führendes, integriertes Gesundheitsdaten-Ökosystem mit Schweizer Daten und Zugang zu ausländischen Daten zu schaffen.


«Wir freuen uns nun auf den konstruktiven Dialog mit allen Akteuren rund um die im Report skizzierten Massnahmen», sagt René Buholzer abschliessend.


Die elektronische Version des Strategiereports «Pharmastandort Schweiz 2030» steht unter www.interpharma.ch auf Deutsch, Französisch und Englisch zum Download bereit.


Medienmitteilung Interpharma (gekürzt)


www.interpharma.ch



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