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Zwei Professuren für Nanopharmazie an der Universität Basel

(29.05.2019) Die Nanopharmazie verspricht wegweisende Innovationen für die Entwicklung von Medikamenten. Für diese Zukunftstechnologie richtet die Universität Basel zwei Professuren in «Nanopharmaceutical and Regulatory Science» ein, die von der Vifor Pharma Gruppe mit 10 Millionen Franken finanziert werden.


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Prof. Dr. Andrea Schenker-Wicki, Rektorin der Universität Basel, und Etienne Jornod, exekutiver Verwaltungsratspräsident von Vifor Pharma, vereinbaren eine Zusammenarbeit im Bereich der Nanopharmazie. Bild: Universität Basel, Basile Bornand



Bei der Entwicklung von neuen, innovativen Arzneimitteln kommt der Nanomedizin eine bedeutende Rolle zu. Solche Medikamente können bestimmte Zellbarrieren im menschlichen Körper überwinden, um ihre Wirkung noch gezielter zu entfalten. Die Nanopharmazie verspricht damit innovative Therapien im Interesse der Patientinnen und Patienten.


Derzeit stehen jedoch vertiefte wissenschaftliche Erkenntnisse zum Grundlagenverständnis für die Entwicklung neuer Produkte, deren Anwendung und im Speziellen zu den regulatorischen Anforderungen erst am Anfang. Ebenso fehlen Fachleute mit den entsprechenden Kenntnissen, die in der Industrie, bei den Zulassungsbehörden und in der medizinischen Praxis auch in der Schweiz dringend benötigt werden. Letztlich wird es – wie in anderen Bereichen der Forschung – einen globalen Wettlauf geben. Wer schnellstmöglich Resultate vorlegen kann, wird sich als Technologie- und Forschungsstandort behaupten können.


Mit dem Engagement der Vifor Pharma Gruppe von zehn Millionen Franken, verteilt über zehn Jahre, soll die Erforschung der Nanopharmazie an der Universität Basel etabliert und die Ausbildung entsprechender Fachleute unterstützt werden. Die neu geschaffenen Professuren werden am Departement Pharmazeutische Wissenschaften angesiedelt.


Für die Universität Basel ist diese Zusammenarbeit ein wichtiger Schritt bei der Weiterentwicklung ihres Schwerpunkts Life Sciences. «Wir sind stolz, dass wir dieses zukunftsträchtige Forschungsgebiet zusammen mit einem bedeutenden Industriepartner weiterentwickeln können», betont Rektorin Prof. Dr. Andrea Schenker-Wicki. «Entscheidend ist dabei», so Schenker-Wicki, «dass wir nicht nur die wissenschaftlichen Grundlagen erarbeiten, sondern auch die Fachleute ausbilden, die dieses Wissen in Industrie und Behörden tragen werden.»


Vifor Pharma sieht ihren Beitrag als Anschubfinanzierung für diese von Beteiligten aus Wissenschaft, Industrie und Behörden abgestützte und mitgetragene «Excellence Plattform». Die Plattform soll sich nicht nur auf Forschung und Lehre fokussieren, sondern auch internationale Kooperationen anstreben, Konferenzen veranstalten und weitere Träger einbinden und so zum international führenden Zentrum für Nanopharmazie werden.


Medienmitteilung Universität Basel (gekürzt)


www.unibas.ch


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