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Zum ersten Mal wurde der Labvolution Award verliehen

(23.05.2019) Zeit und Kosten sparen – Effizienz und Nachhaltigkeit steigern. Kurz: Das eigene Labor besser machen. Darum ging es beim ersten Labvolution Award.


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Das sind die Preisträger des ersten Labvolution Award: Forschungszentrum Jülich (erster Platz), das Schweizer Interlabor Belp (zweiter Platz) und das Team im Projekt «Aprona» (dritter Platz). Bild: Deutsche Messe AG



Das Forschungszentrum Jülich hat dies mit einer automatisierten und miniaturisierten Kultivierungsplattform geschafft und damit den Labvolution Award gewonnen. Der Preis wurde am Dienstag auf der Labvolution, Europas Fachmesse für innovative Labortechnik, in Hannover verliehen.


Hannover. Am Forschungszentrum Jülich (FZ Jülich) entwickelt die Arbeitsgruppe «Bioprozesse und Bioanalytik» mittels mikrobieller Systeme Herstellungsverfahren für Metabolite, Intermediate und Proteine. Typisch für Forschungs- und Entwicklungsprojekte der industriellen Biotechnologie ist jedoch, dass sie zumeist unter unzureichenden Kapazitäten im Bereich der mikrobiellen Kultivierung leiden. Doch das FZ Jülich fand einen Weg, um Abhilfe zu schaffen: durch den Aufbau einer automatisierten und miniaturisierten Kultivierungsplattform. Mit der Entwicklung angefangen hat das FZ Jülich bereits im Jahr 2008 mit einer prototypischen Laborrobotikumgebung. Mittlerweile ist die dritte Anlage in Betrieb genommen. Der Effekt ist enorm: Mit einer klassischen, parallelen Laborbioreaktoranlage kann ein Anwender im FZ Jülich pro Woche zwei bis vier Kultivierungen durchführen. Mithilfe der eigens entwickelten Plattform jedoch können nun rund 48 Kultivierungen in der gleichen Zeit hergestellt sowie automatisiert analysiert werden – und das bei reduziertem Aufwand.


Diese Labor-Optimierung war der unabhängigen Jury den ersten Platz wert. «Das FZ Jülich hat hier beispielhafte Entwicklungsarbeit geleistet», sagt Jury-Mitglied und Privat-Dozent Dr. Sascha Beutel vom Institut für Technische Chemie der Leibniz Universität Hannover. «Es handelt sich um ein sehr hilfreiches System zur Stammentwicklung.»


Der zweite Platz ging an das Schweizer Interlabor Belp für die Software «PicWatch», die bei der eindeutigen Zuordnung von Bildern und Experimenten unterstützt. Das Team im Projekt «Aprona» schaffte es mit der Entwicklung eines zweiarmigen Robotersystems für die automatisierte Nanopartikel-Produktion auf den dritten Platz. Der Aprona-Verbund besteht aus vier Projektpartnern: der Goldfuß engineering GmbH, der Biametrics GmbH und der BioTeSys GmbH sowie dem Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC als Bindeglied zwischen diesen Partnern. Die BioRegio Stern Management GmbH ist Koordinator des Verbundprojekts.


Neben der Urkunde gab es für den Gewinner und die Platzierten auch noch einen Preis, der ebenfalls bei der Optimierung des Laboralltags helfen soll. Alle drei bekommen speziell auf die Laborwelt abgestimmte Beratungsleistungen und Weiterbildungsangebote des Partners für den Labvolution Award – Geniu: das FZ Jülich im Wert von 10 000 Euro, das Interlabor Belp für 2 500 Euro sowie der Aprona-Verbund für 1 000 Euro.


Medienmitteilung Deutsche Messe AG


www.labvolution.de


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